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Innovationsprojekt "Salzpflanzen aus Sachsen-Anhalt"

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Ausgangslage

Salzpflanzen wie Salicornia sind an das Wachstum auf versalzenen Böden angepasst. In Deutschland findet man die Pflanze an der Küste von Nord- und Ostsee und in der Umgebung von natürlichen Salzvorkommen auch im Binnenland. Salicornia ist außerordentlich schmackhaft, ernährungsphysiologisch sehr wertvoll und lässt sich einfach zubereiten.

Der Anbau salztoleranter Pflanzen bietet die Möglichkeit, Nebenprodukte aus dem Salzbergbau zu nutzen und damit Einträge von Salz in die Umwelt zu reduzieren. Zudem ist eine Bewässerung mit salzhaltigem Wasser möglich, sodass Frischwasserreserven geschont werden können.

Bei Staßfurt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt tritt auf natürliche Weise Salzwasser mit maritimem Ursprung zutage. Diese ungenutzte Ressource, kombiniert mit Nebenprodukten aus dem Salzbergbau birgt die Chance, zur Ressourceneffizienz sachsen-anhaltinischer Landwirtschaft beizutragen.

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Salicornia auf vertrocknetem Boden kompr

Zielsetzung und geplante Innovationen

  • Erhöhung der landwirtschaftlichen Nachhaltigkeit durch Verwertung bislang ungenutzter Ressourcen

  • Anbau neuer, ernährungsphysiologisch wertvoller Kulturpflanzen

  • Aufbau neuer Wertschöpfungsketten durch innovative, lokal produzierte, zukunftsfähige Lebensmittel und deren Veredlung

  • Wissenschaftliche Begleitung neuer Ansätze und deren Einführung in die Praxis

Umsetzung und Arbeitsschritte

  • Anbau der neuartigen Kulturarten: Salicornia und See-Astern (Aster tripolium L.)

  • Entwicklung, Umsetzung und Erprobung umweltschonender Anbausysteme unter Gewächshausbedingungen

  • Untersuchung von Sole und Nebenprodukten aus dem Salzbergbau zur Pflanzenernährung

  • Entwicklung von Strategien für Vertrieb, Veredlung und Vermarktung von regional erzeugten Salzpflanzen

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Anbauverfahren

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  • Schaffung der natürlichen Standortbedingungen von Salzpflanzen in einem geschlossenen Anbausystem

  • Verwendung von natürlicher Sole und Nebenprodukten aus nahegelegenen Salzlagerstätten zur optimalen Nährstoffversorgung

  • Schutz des Untergrunds vor Salzeinträgen

  • Schonung der wertvollen Ressource Wasser durch ein Kreislaufsystem zur Bewässerung

  • Ausschließliche Verwendung von bio-zertifiziertem Kultursubstrat und organischem Dünger

  • Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz

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